Take Away für die Seele

Nim​m was du brauchst

Manuela Schoneveld


Schon als Kind und Jugendliche (mit einem wachen Geist) habe ich mich für die Dinge hinter den Dingen interessiert. Auf einer tiefen und höheren Ebene drängte es mich nach geistiger Erkenntnis ,verborgene Motive, das Unter- und Hintergründige in den zwischenmenschlichen Dynamiken, nach übergeordneten Gesetzmässigkeiten und tiefenpsychologischen Zusammenhängen, die das konkrete Leben bestimmen. Deswegen galt meine Leidenschaft  schon sehr früh Formen der Psychologie (Sozialpsychologie, Kommunikationspsychologie, Verhaltens- und Lernpsychologie, der Traumpsychologie, Klinische Psychologie und mehr), der systemischen und psychotherapeutischen Arbeit sowie der Spiritualität. Gelernt und gearbeitet habe ich jedoch in diversen Berufsfeldern. Immer mit vielen Menschen und leider auch extremen Erfahrungen.


Master of Science in Kommunikations-, Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie

weitere Studienabschlüsse: Soziale Arbeit, Pädagogik, Psychologie, Systemische Arbeit, Konfliktmanagement

Gestalttherapeutische Supervisorin/ Coach

langjährige Aus- und Weiterbildungen bei verschiedenen Heilern/innen

und vieles andere mehr

Das offene Haus

Ich wandere durch die Stassen meines Lebens. Alles scheint mir hier vertraut, und ein Gefühl von Sicherheit begleitet mich und auch von leichter Trauer. Denn vieles blieb mir auch verborgen, und immer wieder stiess ich an verschlossene Türen. 

Manchmal hätte ich am liebsten alles hinter mir gelassen und wäre gegangen, weit fort von hier. 

Doch irgendetwas hielt mich fest, als ringe ich mit einem Unbekannten und könne mich von ihm nicht trennen, bevor ich nicht von ihm gesegnet war. Und so fühlte ich mich gefangen zwischen vorwärts und rückwärts, zwischen Gehen und Bleiben.

Ich komme in einen Park, setze mich auf eine Bank, lehne mich zurück, atme tief ein und schliesse meine Augen. Ich lasse es sein, dass lange Kämpfen, verlasse mich auf die innere Kraft, spüre wie ich ruhig werde und nachgebe, wie ein Schilf im Wind, im Einklang mit der Vielfalt, dem weiten Raum, der langen Zeit.

Ich sehe mich wie ein offenes Haus. Wer hinein wollte, durfte kommen, und wer kam, der brachte etwas, blieb ein wenig und ging weiter. So war in diesem Haus ein ständiges Kommen, Bringen, Bleiben und Gehen. Wer als Neuer kam und Neues brachte, wurde alt, indem er blieb, und es kam die Zeit, da ist er gegangen.

Es kamen in das offene Haus auch viele Unbekannte, die lange vergessen oder ausgeschlossen wurden. Und auch sie brachten etwas, blieben ein wenig und gingen. Und auch die schlimmen Gesellen, denen ich am liebsten die Tür gewiesen hätte, kamen. Und auch sie brachten etwas, fügten sich ein, blieben ein wenig und gingen. Wer es auch war, der kam, er traf auf andere, die vor ihm kamen und die nach ihm kommen werden, Und da es viele waren, musste jeder teilen. Wer seinen Platz hatte, hatte auch seine Grenze. Wer etwas wollte, musste sich auch fügen. Wer gekommen war, durfte sich entfalten, solange er blieb. Er kam, weil andere gingen, und er wird gehen, wenn andere kommen. So blieb in diesem Haus genügend Zeit und Platz für alle.

Wie ich so dasitze fühle ich mich wohl in meinem Haus und weiss mich eins mit allen, die kamen und kommen und brachten und bringen und blieben und bleiben und gingen und gehen. Mir ist, als sei, was vorher unvollendet war, nun ganz. Ein Kampf ist zu Ende und Abschied ist möglich. Ich warte auf die rechte Zeit. Dann öffne ich die Augen, blicke mich noch Mal um, stehe auf und gehe. (2021)

Mein Ziel

Ich möchte zu einem wohltuenden, inspirierenden, bewussten, heilsamen, Fried- und freudevollen Sein beitragen. Was mich treibt ist das erfüllen des höchsten und wahrsten Ausdrucks meines Seins und Potenzials als Mensch.

0