Take Away für die Seele

Nim​m was du brauchst

In der Stille angekommen   (Ernst Ferstl)

"In der Stille angekommen, gehe ich in mich, stehe ich zu meinen Stärken und Schwächen, liegen mir mein Leben und die Liebe am Herzen.

In der Stille angekommen sehe ich dich, mich, euch und die Welt mit anderen Augen. Mit den Augen des Herzens.

In der Stille angekommen, höre ich auf mein Inneres, spüre ich Geborgenheit, lerne ich Gelassenheit, tanke ich Vertrauen.

In der Stille angekommen."

Bewusstseins- und Transformationsprozesse (Rehabilitation und Evolution der Seele...)

Erweiterung ist Chaos und Erfahrungen und umgekehrt. Das Zusammenziehen, Kontraktionen, ist die Integration. Das "Chaos" welches existiert beinhaltet auch die Möglichkeit für die Evolution der Seele.

Schmetterlinge stehen als Symbol für kraftvolle Transformationsprozesse, jedoch auch für spielerische Leichtigkeit, frohlockende Tänze in der Luft, die Leichtigkeit des SEINS, für Freude und Sonne.

Ich nehme sie, idealerweise, als Metapher und Analogie für den Wandel meiner multiplen Bewusstseins- und Transformationsprozesse und geleisteten Arbeit. Mit ihnen einher gingen zahlreiche, persönliche Anstrengungen, Sterbeprozesse, Endungen, Abschlüsse. Ohne wirklich gewusst zu haben, was passiert oder jeweils rauskommt. So lernte ich Vertrauen in die Prozesse des Lebens. Meiner Intuition folgend. Den Situationen und Gegebenheiten erlegen. Prozesse, die ihren eigenen Gesetzen und Rhythmen folgen. Den universellen Ordnungen unterliegen. Du kannst sie nicht kontrollieren. Du kannst sie nicht abkürzen, sie übergehen, puschen oder manipulieren. Prozesse der Umwandlung verschiedener Elemente (Alchemie).

Und sehr oft, wenn ich gerade, wie bei einem Schmetterling aus meinem Kokon geschlüpft war, um durchzuatmen, meine Flügel auszustrecken und mich für den Flug parat zu machen, folgte unmittelbar eine neue Verpuppung für mich, um weitere und tieferführende Prozesse zu durchlaufen und aufs NEUE zu transformieren. Was machen solche Kräfte  (Umstände, Einwirkungen, Einflüsse anderer, Situationen mit einem? Wie wirken sie sich auf uns aus? Was vermögen sie auszulösen? waren einige Aspekte, denen ich mein Fokus geschenkt habe. Bezugnehmend auf Körper, Geist und Seele (Verhalten, Gefühle, Denken, Mensch-Sein).

Und so habe ich viele Jahre, wie in einem Kokon gelebt. Nicht unbedingt freiwillig, doch erforderlich, um diese Arbeit tun zu können. Den Ruf meiner Seele folgend. Ein Kokon ist sowas, wie die Privatsphäre und der Rückzugsort für solche Prozesse. Kein Eye-Catcher, nicht wahr? 

Weil so unscheinbar. Er schützt und versteckt das Innere. Und so habe ich mich diesen Prozessen hingegeben, weil ich nicht anders konnte, als meiner inneren Führung zu folgen.

Die Umstände, Einschränkungen, Entwicklungen, alles, was ich im Aussen erlebte, haben es mir leicht gemacht und geradezu genötigt, mich da hineinzubegeben und es zu beleuchten, im Reich der Einsamkeit.

Ich befand mich sehr lange auf Plätzen der Stagnation. Also Raum und Zeit, um diese schmerzhaften, unangenehmen und oft schwierigen Heilungsprozesse, seelischer, emotionaler und psychischer Wunden und Verletzungen, zu durchlaufen, damit sie heilen können. Die volle Anerkennung & Wertschätzung, was immer auch ein Prozess ist, kam meistens erst nach einer jeweiligen Heilung.

Für mich funktionierte nichts auf dieser Welt, wie es vorgelebt, erzählt, verkauft, vorgeschrieben und für die meisten als richtig und erfolgreich erfahren wird. Ich konnte mich mit nichts von dem identifizieren. Ich habe mich immer über mein Sein, meine Handlungen, meine inneren Werte definiert. Zugleich habe ich nach mehr gesucht. Nach etwas Tieferem/ Höherem. Etwas, was wie ein Drang und Sog für mich war, mich getrieben hat. 

Ich habe da hingeschaut, wo die meisten anderen wegschauen, oder nicht hinschauen wollen. Ich bin in tiefe Tiefen vorgedrungen, ins Reich des Unterbewusstseins. Es hat mich so fasziniert und gleichzeitig auch so erstarren lassen. Doch meine Neu- und Wissbegier, der innere Drang war so gross, dass ich nicht anders konnte, als da hinzuschauen, mich dem zu stellen. So wurde ich furchtlos. 

Ich habe mir immer die verschiedensten und alle Seiten von einer Sache angeschaut. Ich wollte sie hören, sehen, kennenlernen und verstehen. So habe ich extreme Erfahrungen machen dürfen, im Guten, wie im Schmerzvollen.  

Ich erinnere mich, wie ich in meinen jüngeren Jahren einer Nonne, auf meinem Weg  begegnet war. Wir kamen ins Gespräch. Sie lebte seit 60 Jahren in dieser Berufung  und erzählte mir davon. Zum Ende unserer Begegnung meinte sie, dass sie nie jemanden begegnet ist, der Gott lebt. Also jemand, der/die das Leben voll lebt. Sie verabschiedete sich von mir mit dem Satz: Sie leben Gott.  So schenkte sie mir ihre Anerkennung, ihren Respekt und ihre Wertschätzung.  

Das habe ich für mich immer so empfunden. Trotz aller oder enormer Schwierigkeiten. Ich fühlte mich immer auch gesegnet.

Die verschiedenen Seiten anzuschauen hat mir geholfen, Dinge im Kontext zu betrachten, eine höhere, tiefere, umfassendere Sichtweise zu gewinnen und weg/ raus aus Beurteilungen zu kommen. Ich bin durch die Leere, die Dunkelheit, durch Kälte, Angst, Einsamkeit und die Ungewissheit gegangen. Ich bin dahin gegangen, wo niemand hingehen will, um es zu beleuchten.

Meinen Erfolg sehe ich darin, dass ich meiner inneren und der höheren Führung folge, auch wenn es oft bedeutet hat, dass es gegen den Strom schwimmen ist. So etwas findet keine Anerkennung. Richtig? Dass ich mich getraut habe für mich einzustehen, mich stark zu machen, integer zu sein, mir selber treu zu bleiben, Fehler zu machen, um zu lernen, wertschätzend zu bleiben, mich nicht aus irgendwelchen Gründen einer Unwahrheit anzuschliessen, Mitgefühl zu leben und zu haben, zähle ich zu meinen persönlichen Stärken und als meinen persönlichen Erfolg ...

Geld, Aussehen, beruflichen, finanziellen Erfolg, eine solide Basis, solide Unterstützung, oder anderes hatte ich nie, habe ich nie kennengelernt. So habe ich nie gelernt mich darüber zu identifizieren oder in Versuchung führen zu lassen. Doch ich habe gesehen und erfahren, was es mit Menschen macht, wie es uns beeinflusst. Meine innere Natur  entspricht vielem davon nicht.

 Ich bin eine Totalversagerin für diese weltlichen Massstäbe, Normen und Systeme. 

Das habe ich gelernt. Ich konnte keine Erwartungen erfüllen, gleich wie ich es auch versucht habe.

Doch irgendwie habe ich überlebt. Es war die innere Kraft, die aus mir kam, die sich so sehr mit der grossen Kraft des Lebens, der universellen Lebenskraft verbunden fühlte. Geschützt, geführt, getragen und getröstet. Ich identifiziere mich nicht über die Erfahrungen, die ich gemacht habe, sondern sehe sie als gelernte Lektionen. Ich identifiziere mich nicht mit meinem Körper und schon gar nicht mit meinen Geschichten, Gedanken etc., die als Beispiel und Instrument dienen. Ich lebe Vielfalt des Lebens, in all ihren Formen und Möglichkeiten. Gefunden oder erkannt habe ich die wahren Werte des Lebens. Für mich sind es Wertschätzung, Mitgefühl, Liebe, Freundlichkeit, Aufrichtigkeit, Vertrauen, Achtsamkeit, Dankbarkeit, Verbundenheit, Authentizität, Freude an den kleinen Dingen, wahre Freundschaft, Hingabe, Leidenschaft, Nähe und Wahrhaftigkeit, Zufriedenheit, Kreativität, Leichtigkeit des Seins, Lachen…. Es sind diese, die uns in eine bessere Zukunft führen und uns zu besseren Menschen werden lassen, wenn wir sie anfangen anzuerkennen und zu leben. Dem habe ich mich versprochen. (2021)